Corona sorgt für Boom bei Seifen und Reinigern

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Im Kampf gegen Corona stehen Händewaschen und Hygiene im Haushalt ganz oben auf der Liste der empfohlenen, wirksamen Maßnahmen. Dass die Botschaft bei den Deutschen angekommen ist, macht sich auch an den Ladenkassen der Drogerien und Supermärkte bemerkbar. Wie der Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW) mitteilt, sind die Umsätze des Einzelhandels mit Seifen sowie Wasch- und Reinigungsprodukten im ersten Halbjahr 2020 deutlich gestiegen.  Gleichzeitig meldet die Branche in Zeiten von Home-Office und Abstandhalten geringere Nachfrage nach Make-up, Lippenstift & Co. Durchweg negativ ist die Entwicklung beim Exportgeschäft. Unterm Strich bleibt damit für die IKW-Unternehmen trotz des Hygiene-Booms ein Minus.

Schönheits- und Haushaltspflegeprodukte im Wert von 8,1 Milliarden Euro lagen in den ersten sechs Monaten in den Einkaufswagen der Verbraucher oder wurden online bestellt (1). Das sind knapp vier Prozent mehr als im Vorjahr. Besonders begehrt waren Seifen und Syndets (plus 86,4 Prozent). Dekorative Kosmetikprodukte (minus 13,8 Prozent) und Damen- und Herrendüfte (minus 24,8 Prozent) waren dagegen weniger gefragt. Zu den Verkaufsschlagern unter den Haushaltspflegeprodukten zählen Oberflächenreiniger (plus 35,5 Prozent), Geschirrspülmittel (plus 16,5 Prozent) und Vollwaschmittel (plus 7,5 Prozent).

Für gutes Aussehen und persönliche Hygiene haben Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland 84 Euro und damit ebenso viel wie im ersten Halbjahr 2019 ausgegeben. Deutlich ausgeprägter war dagegen die Bereitschaft der Käufer, für Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel tiefer in die Tasche zu greifen. Hier lagen die Pro-Kopf-Ausgaben mit 50 Euro um 12 Prozent höher als im Vorjahr (2).

Der Außenhandel mit Schönheits- und Haushaltspflegeprodukten meldet Umsatzeinbußen von minus 18 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro (3). Anders als im Inlandsgeschäft mussten beim Export alle Produktkategorien wegen der erschwerten Rahmenbedingungen Federn lassen. Das wirtschaftliche Gesamtbild ist deshalb deutlich eingetrübt: Die 12,2 Milliarden Euro aus Inlands- und Exportumsatz stellen einen Rückgang um 6,2 Prozent dar.

(1) IKW-Schätzung Gesamtmarkt auf Basis von GfK, IRI und eigenen Informationen
(2) Quelle Pro-Kopf-Ausgaben 01-06/2020: GfK
(3) Quelle Exportzahlen: Statistisches Bundesamt

IKW-Geschäftsführer Thomas Keiser: „Gerade in der Krise erweisen sich Produkte der Schönheits- und Haushaltspflege als verlässliche Alltagshelfer. Unsere Mitgliedsfirmen setzen weiterhin alles daran, die kontinuierliche Versorgung unter anderem mit Seife, Reinigungs- und Desinfektionsmitteln in der Krise sicherzustellen.“

Über den IKW
Der Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel e. V. mit Sitz in Frankfurt am Main wurde 1968 gegründet. Er vertritt auf nationaler und europäischer Ebene die Interessen von mehr als 430 Unternehmen aus den Bereichen Schönheits- und Haushaltspflege. Die Branche macht einen Umsatz von über 18 Milliarden Euro und beschäftigt ca. 500.000 Arbeitnehmer in der Wertschöpfungskette. Die Mitgliedsunternehmen decken etwa 95 Prozent des Marktes ab. Der IKW ist bei wissenschaftlichen, regulatorischen und wirtschaftlichen Themen Ansprechpartner für seine Mitgliedsfirmen, Ministerien, Behörden, Verbraucher, Institutionen und Verbände sowie für die Medien. Fachkundig beantworten die Experten der Kompetenzpartner Schönheitspflege und Haushaltspflege im IKW Fragen zu Haut- und Haarpflege, Schönheit und Selbstwert sowie Hygiene und Reinigung.

(Autor/Quelle: www.ikw.org)

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