Kappus produziert auf Hochtouren und stellt die Versorgung in der Coronakrise sicher

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Seife ist das älteste und wichtigste Desinfektionsmittel der Menschheit. Nichts macht das so deutlich wie die Corona-Pandemie, bei der sich Hygiene neben „Social Distancing“ als effektivstes Mittel gegen die Ausbreitung des neuen Sars-Virus erwiesen hat. Die Nachfrage nach Seife ist dadurch um mehr als 300 Prozent gestiegen. Kappus, Europas größter Seifenhersteller mit Sitz in Deutschland, kommt in diesem Zusammenhang eine herausragende Bedeutung und Verantwortung zu.

Nun wird das Unternehmen zum 1. Mai 2020 aus der Insolvenz heraus von der Münchner Beteiligungsgesellschaft AdAstra übernommen und weitergeführt.

Kappus produziert an den Standorten Riesa und Heitersheim jährlich 150 Millionen Stück Seife und seifenfreie Waschstücke. Neben den im Einzelhandel zu erwerbenden Eigenprodukten der Marke Kappus, wie die zurzeit besonders nachgefragte Arztseife, produziert das Unternehmen auch für international agierende Markenartikler, Lebensmitteleinzelhändler und Drogeriemärkte. „Unser vordringliches Ziel ist die Versorgung unserer Kunden mit Seife und damit weiterhin auf Hochtouren zu produzieren“, erklären Ulrich Clemm und Thomas Krüger, Gründer und geschäftsführende Gesellschafter von AdAstra. „Wir sind uns unserer Verantwortung in diesen Zeiten absolut bewusst,“ kommentiert Krüger weiter.

Auch der neu bestellte Geschäftsführer Rainer Gsell verdeutlicht die momentane Unternehmenssituation. „Um zur Bekämpfung des Corona-Virus beizutragen, steht vor allem die Sicherung der Produktion mit dem bestehenden Sortiment im Vordergrund. Ziel aber ist es,“ betont Gsell weiter, „langfristig die herausragende Stellung von Kappus auf dem Gebiet der Seifen- und Syndet-Produktion durch zahlreiche Produkt-Innovationen und Optimierungen zu festigen und auszubauen.“

Beliebt sind die Seifen nicht nur im Heimatmarkt, sondern auch in Asien und dem amerikanischen Raum. Dort gilt Festseife nach wie vor als Standard, während hierzulande eher Flüssigseife gefragt ist. Festseife ist jedoch deutlich nachhaltiger, sowohl in der Zusammensetzung, in der Produktion, als auch bei der Verpackung. Im Fall von Corona kommt noch die Tatsache hinzu, dass Seife durch die mechanische Reibung ihre volle Kraft als Virenkiller entfalten kann und damit sogar Desinfektionsmitteln auf alkoholischer Basis überlegen ist.

Kappus – ein deutsches Traditionsunternehmen
Die M. Kappus GmbH & Co. KG wurde 1848 von Johann Martin Kappus in Offenbach am Main als „M. Kappus Feinseifen und Parfümeriefabrik“ gegründet. Das Unternehmen blieb über fünf Generationen in Familienbesitz und erwarb sich einen herausragenden Ruf als Markt- und Innovationsführer. Transparentseife ist beispielsweise nur eine von vielen Neuerungen, die auf das Traditionsunternehmen zurückgehen.

Finanziell war Kappus jedoch 2018 in Schieflage geraten und meldete Insolvenz an. In dieser Phase musste das Unternehmen Werke in Offenbach und Krefeld schließen. Mehrere Private-Equity-Investoren begannen sich für Kappus zu interessieren.

Der neue Eigentümer AdAstra
Das Konzept der im Jahr 2000 gegründeten und im Alleinbesitz von Ulrich Clemm und Thomas Krüger befindlichen AdAstra, das für Kappus eine erfolgreiche Zukunft verspricht, überzeugte letztlich. Nach dem erfolgreichen Aufbau und der Weiterentwicklung vor allem von Softwareund Technologieunternehmen, konzentrierte sich die Gesellschaft zuletzt wieder mehr auf das klassische mittelständische Beteiligungsgeschäft. AdAstra praktiziert dabei keinen klassischen Private-Equity-Ansatz, bei dem Firmen nach einigen Jahren gewinnbringend wieder abgestoßen werden. „Wir sind langfristig orientiert und wollen Kappus mit dem neu bestellten Geschäftsführer Rainer Gsell zu alter und neuer Stärke führen“, betonen Clemm und Krüger.

(Autor/Quelle: www.kappus.com)

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