Libyen versinkt in Gewalt

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Libyen beherrscht wieder die Schlagzeilen. Der ehemalige Gaddafi-Getreue General Haftar will das ganze Land unter seine Kontrolle bringen. Brüssel und Washington sind sich keiner Schuld bewusst. Stattdessen fordern sie Konfliktparteien zu einer „friedlichen Lösung“ auf.

Seit dem Sturz Muammar al-Gaddafis versinkt Libyen im Chaos. Marodierende Milizen, Terrorgruppierungen und Sklavenhandel bestimmen das Bild des „befreiten“ Libyen. Die von der UNO anerkannte Regierung beherrscht nur kleine Teile des Landes. Der mächtige General Haftar hingegen, weiß eine straff organisierte Streitmacht hinter sich. Die Situation ausnutzend, wagt er nun den Vorstoß Richtung Tripolis, um die gesamte Macht an sich zu reißen.

Die westliche Wertegemeinschaft reagiert überrascht. Auch die hiesigen Berichte öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten, können offensichtlich keinen Zusammenhang herstellen, zwischen der aktuellen Eskalation der Gewalt und der NATO-Intervention des Jahres 2011. Zaghafte Hinweise, dass das nordafrikanische Land seit dem „Sturz des Machthabers Gaddafi“ im Chaos versinkt, müssen reichen.

Video: https://youtu.be/qU_Jyf8c9O4

Alles begann jedoch im Jahr 1969 mit dem Putsch Gaddafis und seiner Anhänger gegen den von Großbritannien und den Vereinigten Staaten eingesetzten libyschen König Idris. Im Zuge der Entkolonialisierung wurde die Förderung der libyschen Ölvorkommen verstaatlicht und die wechselhafte Entwicklung Libyens zum failed state nahm ihren Lauf.

(Autor/Quelle: www.deutsch.rt.com)

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