Lemke informiert – Teil 10: Wie gewinne ich gute Arbeitskräfte?

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Eine Stecknadel im Heuhaufen finden – so schwierig kann die Suche nach geeignetem Personal für sein Unternehmen sein. Denn das Angebot an guten Mitarbeitern ist häufig kleiner als die Nachfrage. Zuerst muss überlegt sein, welche Möglichkeiten und Chancen es gibt, Mitarbeiter überhaupt zu finden.

Möglichkeiten, neue Mitarbeiter zu finden:

  • Agentur für Arbeit und Handelskammern: Natürlich bieten die Bundesagentur für Arbeit und die einzelnen regionalen Jobcenter eine Menge potenzielle Kandidaten für eine neu zu besetzende Stelle, je nachdem, welche Qualifikationen verlangt werden.Machen Sie einen Termin mit einem Ausbildungsberater der Kammer in Ihrer Region. So erfahren Sie auch, wie Ihr eigener Betrieb im Umfeld gesehen wird und wie es um das Image „bestellt“ ist.Hierbei ist es am besten, wenn dieser Personenkreis in den eigenen Betrieb eingeladen wird. So können sich diese ein besseres Bild machen.
  • Jobbörsen: Jobbörsen im Internet sind immer weiter auf dem Vormarsch – Schätzungen zufolge werden heute schon etwa 30-40 Prozent aller Stellen in Deutschland über diesen Weg besetzt.
  • Stellenanzeigen in Printmedien: Der klassische Weg zur Personalrekrutierung – eine Stellenanzeige in einer regionalen oder überregionalen Tageszeitung.
  • Interne Bewerber: Aber vielleicht sitzt auch schon ein geeigneter Kandidat im eigenen Unternehmen? Ein Blick auf die bereits vorhandenen Angestellten kann nicht schaden!
  • Karriereseiten: Immer mehr Firmen gehen dazu über, die Unternehmenspräsenz im Internet mit einer eigenen Karriereseite zu unterstützen.
  • Soziale neue Netzwerke: Social-Media-Kanäle wie Xing und Linkedin, aber auch Facebook spielen heute eine wichtige Rolle bei der Rekrutierung neuer Mitarbeiter.
  • Anzeigen in sozialen Netzwerken: Facebook (Facebook Adverts) und Google (Google AdWords) bieten zudem die Möglichkeit, Anzeigen für Ihr Unternehmen zu buchen.
  • Persönliche Kontakte: Immer noch mit am wichtigsten. Gerade Kleinbetriebe rekrutieren immer noch einen großen Teil ihrer neuen Mitarbeiter im Kreise von Geschäftspartnern, Freunden, Bekannten und Familienmitgliedern. Aber auch für größere Unternehmen lohnt es sich, auf die Netzwerke der eigenen Mitarbeiter zurückzugreifen.Dazu macht es Sinn, jährliche Befragungen mit den eigenen Mitarbeiter durch zu führen, was Ihnen an ihrer Tätigkeit gefällt und was noch zu verbessern ist.
  • Beratungsunternehmen: Personalberater kümmern sich um die Besetzung freier Stellen innerhalb eines Unternehmens. Oft sind dies Führungspositionen und Jobs für Fachkräfte.
  • Fachmessen: Wer auf Messen und Kongressen (z.B. Heimtierkongress oder auch die Interzoo ausstellt oder vor Fachleuten einen Vortrag hält, kann diese Veranstaltungen dazu nutzen, auf freie Positionen im eigenen Unternehmen hinzuweisen.
  • Praktikum: Viele Schüler und Studenten sind gern bereit, in einem Unternehmen ein Praktikum zu absolvieren oder eine Arbeit für die Universität verfassen. Viele Unis suchen die Nähe zu Firmen, um möglichst praxisnah auszubilden.

Bin ich überhaupt ein attraktiver Arbeitgeber?
Unter dem Begriff Arbeitgeberattraktivität werden alle Maßnahmen zusammengefasst, die Arbeitnehmer dazu bewegen sollen, sich genau bei diesem Arbeitgeber zu bewerben und gern in seinem Unternehmen zu arbeiten. Diese Maßnahmen sollten speziell auf das Unternehmen und seine Mitarbeiter zugeschnitten sein.

Verschiedene Studien über Arbeitgeberattraktivität zeigen auf, dass Arbeitnehmer andere Faktoren als wichtig erachten als die Arbeitgeber. Besonders die Bedeutung des monatlichen Gehalts wird von vielen Arbeitgebern überschätzt. Arbeitnehmer sind dagegen zunehmend immaterielle Werte wichtig, beispielsweise Lob und Anerkennung für ihre Arbeit oder die Tätigkeit selbst.

Durch wertschätzendes Verhalten der Führungskräfte den Mitarbeitern gegenüber lässt sich die Attraktivität als Arbeitgeber bereits deutlich steigern.

Mit folgenden Fragen ermitteln Sie, wie gut es um Ihr Image als Arbeitgeber bestellt ist:

  • Wie viele Bewerbungen erhalten Sie pro Stellenausschreibung?
  • Wie hoch sind Ihre Kosten, um eine Stelle zu besetzen?
  • Wie lange benötigen Sie, um einen geeigneten Kandidaten zu finden?
  • Wie lange benötigen Sie, um den neuen Mitarbeiter einzuarbeiten?
  • Sind die Mitarbeiter immer ausreichend kompetent?
  • Wie hoch sind Ihre Weiterbildungskosten? Was bieten Sie an?
  • Wie ist die durchschnittliche Leistung Ihrer Mitarbeiter?
  • Wie hoch ist die Fluktuationsquote in Ihrem Unternehmen?
  • Und wie die Quoten bezüglich Krankheiten und Fehlzeiten?

 

Grundsätzliches, damit Sie als Arbeitgeber für Ihre bestehenden, wie auch für neue Mitarbeiter immer interessant sind und bleiben…

Führung. Eine gute Führungskraft informiert seine Mitarbeiter über wichtige Sachverhalte, er zeigt Ihnen, wie sie sich verbessern können und bietet ihnen Entwicklungschancen. Die Zeiten, in denen sich Vorgesetzte dadurch auszeichnen, indem sie nur Anweisungen geben, delegieren und kontrollieren, sind vorbei. Eine echte Führungskraft muss mehr draufhaben- sie muss als Coach fungieren, um ihre Mitarbeiter zu motivieren und Lerneffekte zu erzielen. Das Lernen und die Entwicklung des Mitarbeiters gezielt fördern und fordern. Dazu gehört in erster Linie, dass sie den Mitarbeiter in seiner täglichen Arbeit zeitweise begleiten und mit ihm darüber sprechen, was noch zu verbessern ist.

Neben den fachlichen Voraussetzungen kommt es auch immer mehr darauf an, wie die Kommunikation mit den Mitarbeitern verläuft. Um als Führungskraft wirklich erfolgreich zu sein, sollten gewisse Punkte und Regeln im Umgang mit den Mitarbeitern unbedingt eingehalten werden, um deren gesamten Ressourcen nutzen zu können.

Mitarbeiter umfassend informieren
Die häufigsten Gründe für mangelnde Motivation der Mitarbeiter sind fehlende Informationen. Ein großes Manko ist, wenn die Mitarbeiter nicht umfassend informiert werden. Geben sie ihren Mitarbeitern deshalb alle nötigen Informationen, die sie zur Ausübung ihrer Tätigkeit benötigen. Viele Befragungen haben heute ergeben, dass Mitarbeiter am meisten demotiviert sind, wenn sie von den Führungskräften nicht die Informationen erhalten, die sie zur Ausübung ihrer Tätigkeit benötigen. Dazu gehören alle Daten und Fakten des eigenen Unternehmens, sowie die Angabe, welche Kollegen oder Partner wichtige Ansprechpartner sein könnten. Ein guter Informationsfluss ist am besten zu gewährleisten, indem die Führungskraft regelmäßig Mitarbeiterbesprechungen durchführt, in Einzel- und auch in Gruppengesprächen.

Ideen der Mitarbeiter ausreichend fördern
Fragen Sie Ihre Mitarbeiter, welche Vorschläge und Ideen sie haben, um Entscheidungen gemeinsam zu treffen. Zum Beispiel beim Aufbau einer Werbung oder einer besonderen Tieraktion. Oft sehen die Mitarbeiter Abläufe und Probleme „realistischer“, weil Sie täglich damit zu tun haben. Stellen Sie offene Fragen an die Mitarbeiter, um diese zum Sprechen zu ermutigen.

Hören Sie auch aktiv zu.
Dadurch erreichen sie, dass der Mitarbeiter Lösungen selbst suchen kann und Ihnen eine ausführliche Information und Antwort gibt. Aktives Zuhören heißt auch, den Mitarbeiter ausreden zu lassen und seine Meinung zu akzeptieren, auch wenn Sie nicht damit einverstanden sind. Setzen Sie dem Mitarbeiter dann Ziele, die für ihn realistisch und auch erreichbar sind.

(Autor/Quelle: www.lemke-training.de)

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