EHI-Daten belegen Entwicklung von Handelsfläche an Bahnhöfen

0

Mit der besseren Mobilität der Bevölkerung steigen auch die Besucherzahlen an den großen deutschen Bahnhöfen. Das macht die Verkehrsknotenpunkte zu attraktiven Standorten für den Handel. Überall dort, wo Bahnhöfe modernisiert werden konnten oder  neue entstanden sind, schlagen sich die Besucherfrequenzen in einer höheren Handelsdichte nieder, wie die jüngsten Daten im Statistikkompendium „EHI handelsdaten aktuell 2017“ zeigen.

Ausbau der Handelsfläche
Die Beispiele Hamburg und Köln zeigen dies deutlich. So erhöhte sich die Besucherfrequenz innerhalb der letzten 20 Jahre am Bahnhof in Hamburg um 50 Prozent. In 1998 hatte der Hauptbahnhof in Hamburg 300.000 Besucher täglich und 69 Mieter. Heute finden sich dort 450.000 Reisende pro Tag ein und die Mieterzahl ist auf 77 gestiegen. Der Kölner Bahnhof kann sich über eine Frequenzsteigerung von 40 Prozent bzw. von 200.000 auf heute 280.000 Besucher pro Tag freuen. Im Zuge der Revitalisierung wurde hier das Shoppingangebot deutlich ausgeweitet und die Mieterzahl von 34 im Jahr 1998 auf nun 69 erhöht.

Große Bahnhöfe präsentieren sich heute oft ähnlich wie Shoppingcenter mit einer Vielzahl von Einkaufsmöglichkeiten. Der relativ neue Hauptbahnhof in Berlin hat 69 Mieter, davon allein 14 Händler  aus dem Bereich Fashion.

Bauliche Restriktionen
Allerdings können Bahnhöfe nicht immer ihr Angebot erweitern. Häufig sind bauliche Restriktionen bei den teilweise noch aus dem 19. Jahrhundert stammenden Gebäuden im Weg. So konnte in Düsseldorf trotz eines 25-prozentigen Wachstums an Besuchern die Anzahl der Mieter nicht erhöht werden. Allerdings profitieren dort nun die einzelnen Geschäfte von den höheren Besucherzahlen.

Insgesamt liegt der Anteil der Mieter aus dem Einzelhandel an deutschen Bahnhöfen heute bei 43 Prozent. Das zeigt deutlich, dass nicht nur gastronomische Angebote an Bahnhöfen sinnvoll sind, vielmehr der Handel dort gute Standorte besetzen kann.

(Autor/Quelle: www.ehi.org)

 

 

 

 

 

Teilen

Über den Account

DWZ DrogerieWarenZeitung

www.drogeriewarenzeitung.de

Kommentare nicht erlaubt.